in KSG

Internationale Studenten und die KSG

Wichtiger Einstieg in die Thematik: Krise in der KSG

Ich habe lange überlegt, über welches Thema ich als erstes schreiben will. Die Probleme sind alle sehr komplex und leider auch irgendwie alle miteinander verwoben. Dazu kommt auch ein plötzlich einsetzender Druck von Außen. Ich war überrascht und auch ein wenig stolz über die große Resonanz auf meinen Einstiegsartikel „Kleine mittelprächtige Krise in der KSG“. Doch irgendwie spürte ich auch mit einem Schlag die Erwartungen, die manche in mich setzten.

Kurz noch einmal: Ich schreibe aus meinem subjektiven Blickwinkel, mit meinen Erfahrungen, mit meinem Wissen und aus meiner teilweise etwas pessimistischen Einstellung heraus. Seht es als Meinung und nicht als Tatsachenbeschreibung einer offiziellen Verlautbarung!


So, nun genug des Vorgeplänkels. Der Begriff „internationale Studenten“ oder „ausländische Studenten“ ist in diesem Zusammenhang von mir nicht abwertend, nationalistisch oder rassistisch gemeint. Der Begriff wird sowohl in der Gemeinde, als auch durch die Gemeindeleitung und von der Verantwortlichen Stelle im Bistum verwendet um die Gruppe der Studenten ohne deutsche Staatsbürgerschaft an der TU Ilmenau zu bezeichnen. Diese machen unter der Studierendenschaft aktuell fast 20% aus.

Es war früher bereits nicht einfach internationale Studierende in die KSG zu bringen. Die Gründe waren vielfältig. Ein Teil der Studierenden ist nur für ein oder zwei Semester in Ilmenau, im Rahmen eines Auslandssemesters oder Austausches. Ein großer Teil dieser Studierenden ist am Campus neben der eigenen Seminargruppe auch in Gruppen der eigenen Nationalität sozialisiert. Dazu kommen Vereine, die ein spezielles Angebot für sie anbieten. Neben den „normalen“ Angeboten für alle Studenten hat die Gruppe der internationalen Studierenden also weitere Zusatzangebote.

Herr Gill schaffte es Gruppen internationaler katholischer Studenten anzusprechen und in die KSG einzuladen. Ich war am Anfang wirklich freudig dankbar, da sich mit den vielen neuen Gesichtern plötzlich auch viele neue Gesichter auftaten. Leider kam dann aber auch ein Erwachen. Wir stemmten Montagabende regelmäßig mit über 20 Teilnehmern, was teilweise eine Verdopplung der üblichen Zahlen bedeutete. Leider blieb die Anzahl derer, die im Hintergrund ehrenamtlich alles organisierten größtenteils gleich.

Neben der aufkommenden Überlastung zeigte sich auch zuwenig Kontinuität im Kommen. Viele der Gruppen kamen ein paar mal, sehr unberechenbar und blieben am Ende doch fern. Einzelne aus den Gruppen kamen öfter und ein paar beteiligten sich stärker in der KSG.

Ja, ich rechne es Herrn Gill an, dass er die Personen initial in die KSG gebracht hat. Dennoch können die wenigen neuen Gesichter die vielen Ehrenamtlichen, die ihr Engagement in der KSG beendet oder zurückgefahren haben nicht kompensieren.

Eigentlich ein schöner Schlusssatz, aber zu internationalen Studenten muss ich noch etwas los werden. Leider wurde mir auf verschiedenen Wegen der Vorwurf zugetragen, wir würden die internationalen Studenten zu wenig integrieren oder uns für sie öffnen. Dieser Vorwurf steht bereits seit fast einem Jahr im Raum und war leider immer wieder zu hören. Die Aktiven in der KSG sind stets bemüht gewesen (oh Gott, wie das klingt) Angebote zu schaffen, die internationale Studenten mehr integriert. Wir haben immer Angebote, für die nicht viel Vorbereitung oder Vorwissen von Nöten sind. Dennoch wurde hier nur wenig bis keine Beteiligung verzeichnet. Selbst Angebote, die extra für die Beteiligung internationaler Studenten designed wurden, haben keinen Anklang gefunden. Leider gab es nur wenig bis gar kein Informationsrücklauf durch die internationalen Studenten selbst, weshalb wir meist auf Verdacht gehandelt haben

Ich weiß mittlerweile, dass ich an den Arbeitsumfang von Hochschulseelsorger Gill keine Ansprüche stellen soll (dies wurde mir sehr deutlich mitgeteilt). Dennoch hätte ich mir persönlich gewünscht, dass diese Integrationsarbeit in die KSG mehr begleitet wird. Und das die Begleitung gemeinsam mit der Gemeinde besprochen wird. So hätten einige Fehler vermieden werden können. Aber das Kommunikationsproblem werde ich später noch einmal ausführlicher behandeln.