WLAN im studNET in Leipzig

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Wer ein Zimmer in einem Wohnheim des Studentwerks Leipzig ergattert, kommt in den Genuss des studNETs. Um ins Netz zu kommen benötigt man (Windowsmänner) eine eigene Software. Den studNET-Client. Der Rechner muss mit der zugewiesenen IP konfiguriert werden und der Client baut eine SSH-Verbindung zu einem Server auf. Bei laufender SSH-Verbindung wird nun der Netzzugang freigeschaltet. Linuxjünger dürfen die SSH-Verbindung ganz ohne Zusatzsoftware via Terminal öffnen. Nun das Problem: Heutzutage hat man nicht nur einen Rechner, sondern auch ein Handy (ein Tablet, einen eBook-Reader, ein zweithandy, ein Notebook, ein Netbook, einen Fernseher mit Netzwerkanschluss usw.). Die Aufgabe besteht darin ein WLAN-Netz zur Verfügung zu stellen, womit mein mobiles Endgerät ins Netz kann. Es gibt verschiedene Lösungsansätze:

  1. Ich baue ein Ad-Hoc-Netzwerk durch meinen Rechner auf. Der Nachteil: Die ganze Zeit muss der Rechner laufen und die Verbindung halte. Außerdem können nicht alle Smartphones adhoc netzwerken. (Android 2.3 z.B. nicht)
  2. Ich installiere zwischen Rechner und Netzwerkdose einen WLAN-Router. Dieser wird via WAN-Port an das studNET angeschlossen und die IP-Einstellungen werden wie vorgegeben vorgenommen. Mein Handy bekommt nun Netz über das WLAN, wenn entweder der Rechner läuft und die Verbindung offen hält oder ich eine SSH-Software auf dem Smartphone installiere und das Smartphone die Verbindung machen lasse. Klingt schon deutlich interessanter, aber es gibt immer noch vvvvviiieeeelll zu viele Schwachstellen und Nutzerunfreundlichkeiten, daher:
  3. die umgesetzte Möglichkeit: Es wird benötigt: 3 Netzwerkkabel, ein RaspBerry Pi inkl. SD-Karte (4GB), Netzstecker und für die Ästhetik ein Gehäuse, sowie ein WLAN-Router (in meinem Fall der TP-Link TL-WR841N WLAN-Router).
By: Thomas Kramm

Wie schon oben beschrieben, wird die Netzwerkdose vom studNET mit dem WAN-Port des WLAN-Routers verbunden. Dieser wiederrum wird mit dem Rechner verbunden (zumindest zur Einrichtung sollte einer da sein 😉 ). Außerdem wird ein aktuelles RaspBean auf die SD-Karte gespielt (wie das funktioniert wird an vielen Stellen im Netz beschrieben). SD-Karte in den Raspberry und auch diesen mit dem WLAN-Router via Ethernet (Kabel) verbinden (und gaaaanz wichtig: auch das Netzteil reinstecken und mit Strom versorgen 😉 ). Der WLAN-Router muss so eingerichtet werden, wie vom studNET vorgegeben. Also richtige IP, DNS-Server usw.. In unserem lokalen Netz müssen wir kein Gerät netzwerktechnisch einstellen, die holen sich alle notwendigen Informationen vom Router. Dem RaspBerry müssen wir nun noch beibringen die SSH-Verbindung herzustellen. Dazu verbinden wir uns nun unsererseits via SSH zum RaspBerry. Schlagt im Router nach welche IP der RaspBerry bekommen hat. Linux-Jünger können nun einfach eine Konsole aufmachen und ssh pi@IPdesRaspBerry eintippen. Windowsnutzer sollten sich spätestens hier Putty besorgen. Auch hier gilt: Verbindung aufmachen zum RaspBerry (pi@IPdesRaspBerry). Das Passwort ist standartmäßig „raspberry“. Das sollte geändert werden (außerdem installieren wir noch ein paar wichtige Programme):

https://gist.github.com/cyper85/71ddca239373eded0494#file-bash  

Nun müssen wir die Verbindung ermöglichen. Ich will, dass der RaspBerry, sobald er Strom hat, eine Verbindung aufbaut (er wird inkl. des Routers an eine Schalter-Steckdosenleiste angeschlossen). Dazu lege ich erstmal ein Skript unter an

Nun sind wir im Editor und können unseren 8zeiler schreiben. Dazu [i] drücken und folgendes angepasst reinschreiben:

nun nacheinander [Esc], [:], [w], [q] und [Enter] drücken. Leider funktioniert unser Skript noch nicht. Wir müssen noch der SSH-Verbindung vertrauen. Dazu öffnen wir einmal eine SSHverbindung mittels sudo ssh MIETERNUMMER@139.18.143.253. Bei der Frage nach dem Passwort, das studNET-Passwort eintragen. Wichtig ist es, den Fingerprint zu akzeptieren, so dass er in unserem „Adressbuch“ gespeichert wird. Und nun noch das mit dem StartUp festlegen. Dazu bearbeiten wir die Datei sudo vim /etc/rc.local. Vor dem exit 0 muss folgende Zeile eingefügt werden:

Speichern mit der obigen Tastenkombination. Nun sollte eigentlich alles funktionieren. Probieren wir es doch mal aus. Strom weg. Strom dran. Und nun schauen, obs Netz da ist.

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13 Comments

  1. Frank 3. September 2014 Reply
    • AndreasAuthor 3. September 2014 Reply
  2. Marco Zeithain 1. Mai 2015 Reply
  3. Marco Zeithain 5. Mai 2015 Reply
  4. Yen 9. August 2015 Reply
    • AndreasAuthor 19. August 2015 Reply
  5. Wohnheimer 21. Januar 2016 Reply
  6. Sebastian 1. Februar 2017 Reply
    • AndreasAuthor 1. Februar 2017 Reply
  7. Johannes 4. August 2017 Reply
  8. Erwin 9. Oktober 2017 Reply
  9. Svenja 12. Oktober 2017 Reply

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