in Ilmenau

Mühlencafé in Geraberg

May-2012-Geraberg-Historic-Mill-CafeGestern ging es nach Geraberg. Das dortige Webteam war auf meinen Stadtplan von Ilmenau aufmerksam geworden und fragte vorsichtig an, ob es auch so eine Möglichkeit für Geraberg gäbe. Gleichzeitig ist auch ein Mitglied des Teams bereits kräftig dabei in Geraberg die weißen Flecken auszuradieren.

Nun trafen wir uns im Mühlencafé. Hier redeten wir über Webstadtpläne, Taggingschematas und die Geraberger Geschichte.

Da ich aber nur allzugerne meine Erfahrungen in der Ilmenauer Gastronomie hier zum besten gebe, will ich eigentlich ein paar Worte zur Lokalität verlieren:

Das Cafe liegt in einem Tal an der Zahmen Gera. Es teilt sich das historische Gebäude  mit einem Museum, in welchen die Geschichte der Braunsteinmühle an vielen historischen Exponaten dargestellt wird. Der Vorplatz, welcher gleichzeitig als Parkplatz dient ist sehr großzügig bemessen. Hier findet sich eine alte Lorenbahn (leider nicht mehr in Betrieb, wie in der Schorte). Außerdem wurde ein Denkmal für die vielen Bergwerksschächte in Form der Minenmarkierungssteine aufgebaut. Daneben, etwas verloren und irgendwie etwas fehl am Platz: Ein nigel nagel neues Kneippbecken.

Um ins Cafe zu gelangen muss man den Mühlbach überqueren, vorbei am Unterlaufmühlrad (was leider beim Betreten still stand, dafür aber beim Verlassen ordentlich Fahrt aufgenommen hat). Im ersten Raum fragt man sich erst einmal unweigerlich, ob man die falsche Tür genommen hat. Ein riesiges Ungetüm von historischen Schrott ist mitten im Raum aufgebaut. Aber dahinter finden sich schon erste Tische, die auf einen Cafebetrieb hinweisen. Im zweiten Raum, der durch die wenigen Fenster etwas düster wirkt ist der Schanktresen. Hinter ihm eine resolute Dame, die mir später auch Kaffee und Torte bringt. Der Dritte Raum enttäuscht schon fast etwas. Waren die ersten Räume sehr Geschmackvoll und individuell hergerichtet, sieht der dritte Raum aus wie ein Cafe. Also, nicht böse gemeint, aber hier fehlt etwas der Tant und die Atmosphäre, welche  die anderen Räume dominiert. Hier sind zwar die Wände schön geschmückt, jedoch stehen vor allem Tische und Stühle in dem Raum. Dafür ist der Raum sehr hell, durch die zwei Fenster Fronten (und dem Sonnenschein außerhalb). Wir zogen uns in die gemütliche Ecke zurück. Der vierte Raum. Hier stehen alte Sessel und Bänke an alten Tischen. Alles ein bisschen eng, dafür sau gemütlich. Der Raum ist sehr klein und es stehen nur zwei Tische darin, dafür sind wir für unser Gespräch ziemlich ungestört.

Zu Essen gabs bei mir die Mühlentorte, eine Waldmeister-Sahnetorte, und dazu einen Milchkaffee. Geschmacklich war es OK (nicht der Hammer, wofür ich jetzt öfters nach Geraberg fahren würde, aber gut). Preislich kann ich leider auch nicht mitreden, da ich ohne Karte bestellt habe und mir der kleine Nachmittagssnack ausgegeben wurde.

Der Ort ist auf jedenfall als Wanderziel oder -start- und -zielpunkt empfehlenswert. Das Personal ist freundlich und die Atmosphäre ist einmalig schön. Man findet selten solche, mit viel Liebe und Ideen eingerichtete Cafes. Ich hoffe daher, dass es das Cafe noch lange geben wird (zumindest so lange, dass ich noch ein paar mal hinkomme 😀 )