Wenn die Dropbox querschlägt

Mein vServer hatte massive Probleme. Immer wieder wurde der RAM blockiert. SSH-Zugänge funktionierten nicht und der Apache konnte Anfragen nicht mehr beantworten.

Meine Suche nach der Fehlermeldung „cannot allocate memory“ brachte mir viel. Nur nicht die Lösung. Was macht man also? Richtig: Ausschlussverfahren. Ich löschte alle Autostarts von Diensten, die ich nicht für den regulären Betrieb brauchte. Dazu gehört der PostgreSQL-Server und Dropbox. Ersteres brauche ich, um die OSM-Daten auswerten und filtern zu können. Zweiteres nutze ich für den einfachen Datentransfer (keine Sorge, eure gehashten Passwörter liegen nur in verschlüsselter Form darin ;)).

Zum Import der OSM-Daten schneide ich die Daten Ilmenaus aus dem Planetfile (für Thüringen) auf meinem Heimatrechner aus und schiebe das fertige pbf in den Dropboxordner. Das Installationsskript auf dem vServer startet den Dropboxdeamon und wartet 10min. Und genau hier ging dann alles schief.

Da der Datenimport seit Tagen nicht funktionierte arbeitete ich das Installationsskript nun Stück für Stück durch. Nach dem Start des Dropboxdeamon schaute ich via ~/.dropbox/dropbox.py status seinem Treiben zu. Dabei beobachtete ich, dass er eine wirklich große Datei heruntenladen wollte. Während des Downloads verschluckte sich der vServer und meine Verbindung war wieder tot.

Im Dropboxordner befindet sich ein TrueCrypt-Container, der 4GB groß ist. Diese Datei kann der Deamon mit den eingeschränkten Ressourcen vom vServer nicht syncen. Leider bricht Dropbox den Sync nicht ab, sondern lässt das gesamte System ins Messer laufen :(.

Die Lösung: TrueCrypt-Container in einen Unterordner verschoben und diesen via exclude vom Sync ausgeschlossen. Seitdem läuft mein Server wieder wie ein Bienchen. Und da nun die Dienste Dropbox und PostgreSQL nur noch gestartet werden, wenn die neuen OSM-Daten installiert werden und anschließend wieder gestoppt werden, stehen für den Betrieb noch mehr Ressourcen zur Verfügung.

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