Klöße

Heute mal wieder ein Rezept. Die Klöße von Oma.

Zutaten (für 2-4 Personen):

  • 0,5kg Kartoffeln
  • 1 Ei
  • 50g Kartoffelmehl
  • 75g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 1-4 Semmel(n)
  • etwas Butter
  • Salz (für Kartoffel- & Kloßwasser)

Zubereitung:

Kartoffeln in Salzwasser kochen. Darauf achten, dass sie zwar weich werden (für die Presse), aber nicht zuweich, damit man sie noch schälen kann ;). Anschließend schälen und durch eine [amazon asin=B00008WV9T&text=Kartoffelpresse] jagen. Zum schälen verwende ich einen kleinen Dreizack (zur Not geht auch eine Kuchengabel) und ein kleines Küchenmesser.

Die Kartoffelmasse anschließend auskühlen lassen. Da ich es öfters in rauen Mengen für die KSG kochen, erstelle ich die Kartoffelmasse bereits am Vorabend. Sollte man sie längere Zeit auskühlen lassen wollen, muss (nach einer gewissen Anfangskühlphase von 0.5-2 Stunden) sie Luftdicht verpackt werden, sonst trocknet sie aus… Wichtig ist, dass die Masse am Ende durch und durch Raumtemperatur oder kühler (Kühlschrank, falls es mal schneller gehen muss ;)) hat.

Bevor wir die Klöße formen müssen die Püffchen erstellt werden. (Warum die Dinger so heißen, weiß ich nicht, aber die heißen bei uns nunmal so). Dazu die Semmel(n) in ca. 1cm große Würfel schneiden und in einer Pfanne mit Butter anbraten. Es empfiehlt sich immer die doppelte Menge an Püffchen zu machen, als gebraucht wird. Nicht weil sie verbrennen, sondern weil sie „verschwinden“.

Nun zum Kloßteig. Die Kartoffelmasse nehmen und die Mehle einkneten. Manchmal reicht das schon, wenn er zu trocken oder zu fest ist, noch Ei dazugeben (für Ei-Allergiker kann alternativ auch Öl verwendet werden, kann auf Grund der Kartoffelsorte aber auch daneben gehen). Ist er zu locker oder zu feucht, kann Mehl nachgeknetet werden. (Hier ist der krux mit den Rezepten, was ich mit Gefühl gelernt und ausprobiert habe, kann man einfach nicht beschreiben :(, dennoch ein Versuch:) Der Teig sollte eine glatte Oberfläche ergeben und gerade so nicht mehr an den Händen kleben.

Aus den Teig ungefähr eine kleine (für mich bedeutet das eine halbe) Hand Teig lösen, einen Flaten machen, mehrere Püffchen in die Mitte drücken und Teig so zum Kloß formen, dass die Püffchen ungesehen in der Mitte des Kloßes verschwinden. Die fertigen Kloßrohlinge auf einer bemehlten Fläche sammeln und abdecken.

Kloßtopf (muss nicht hoch sein, aber möglichst viel Fläche bieten und die Klöße müssen darin abtauchen können) mit Salzwasser aufsetzen. Wenn das Wasser kocht, Topf von der Kochstelle nehmen, oder bei Induktion/Gas auf sehr kleine Stufe drehen und Klöße reingeben, ohne dass sie übereinander liegen. WICHTIG: Kloßwasser darf nicht mehr kochen! Hab mal gelesen, dass das Kloßwasser am besten 86°C haben sollte, aber mangels Einstellmöglichkeiten an unseren Ottonormalherden klappt obige Taktik meist zuverlässig.

Die Klöße 15-20min gehen lassen. Wer sich unsicher ist (wie ich meistens :P) Nimmt sich einen Kloß mal raus und schneidet ihn auf. Ist die Masse innen noch roh ist das Wasser entweder zu kalt oder die Klöße nicht lang genug drin. Sind die Klöße gar, einfach mit einer Schaumkelle angeln gehen.

Sollte man die Klöße schichtweise ziehen lassen müssen, empfiehlt es sich das Kloßwasser vor der nächsten Schicht erneut aufzukochen (um wieder auf Temperatur zu kommen).

Und wozu passen Klöße? Die Frage sollte eigentlich lauten, wozu nicht ;)!

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